Pflichten und Zuständigkeiten bei der Treppenhausreinigung laut Mietrecht

Wer ist laut Mietrecht für die Treppenhausreinigung verantwortlich – und was passiert, wenn niemand putzt? Hier finden Sie klare Antworten, Checklisten und Tipps.

Auf einen Blick

  • Ohne Regelung im Mietvertrag ist der Vermieter für die Reinigung des Treppenhauses zuständig.
  • Eine Hausordnung oder ein Aushang allein verpflichtet Mieter nicht zur Reinigung.
  • Ist die Pflicht wirksam übertragen und wird nicht erfüllt, darf der Vermieter eine Reinigungsfirma beauftragen.
  • Ein externer Reinigungsdienst schafft verlässliche Standards und beendet Streit über Zuständigkeiten.
Frau reinigt das Treppengeländer, Treppenhausreinigung im Mietshaus
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Wer muss laut Mietrecht das Treppenhaus reinigen?

Jede:r kennt’s: Das Treppenhaus ist schmutzig, die Fenster staubig – doch wer ist verantwortlich? Hausverwaltung, Vermieter:in oder doch die Mieter:innen selbst? Diese Frage sorgt in Mehrfamilienhäusern oft für Spannungen. In diesem Beitrag klären wir klar und verständlich: Wie wird die Treppenhausreinigung laut Mietrecht gehandhabt, welche Pflichten bestehen und wie Sie als Eigentümer:in oder Mieter:in auf der sicheren Seite bleiben. Für Objekte in Karlsruhe und Umgebung übernehmen wir das als Treppenhausreinigung zum festen Intervall.

Was sagt das Mietrecht zur Treppenhausreinigung?

Laut deutschem Mietrecht ist grundsätzlich der:die Vermieter:in für die Reinigung des Treppenhauses zuständig – es sei denn, im Mietvertrag wurde etwas anderes geregelt.

Im deutschen Mietrecht ist die Vermieterin bzw. der Vermieter für die Treppenhausreinigung verantwortlich – außer der Mietvertrag überträgt die Pflicht ausdrücklich auf die Mieter:innen.

💡Info: Es reicht nicht, wenn im Hausflur ein Aushang hängt, der die Mieter:innen zur Reinigung auffordert – diese Pflicht muss ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart worden sein.

Mögliche Regelungen im Mietvertrag

  • Keine Klausel vorhanden: Verantwortung liegt bei dem:der Vermieter:in.
  • Reinigungspflicht übertragen: Nur gültig, wenn schriftlich im Mietvertrag.
  • Reinigungsplan im Anhang: Ergänzend möglich, aber nicht rechtsverbindlich ohne Erwähnung im Hauptvertrag.

Typische Konflikte und ihre rechtliche Bewertung

1. Der Flur bleibt schmutzig – was tun?

Wenn Mieter:innen laut Vertrag zur Reinigung verpflichtet sind, diese aber nicht nachkommen, kann der:die Vermieter:in eine Firma beauftragen und die Kosten ggf. umlegen.

2. Reinigungspflicht ohne vertragliche Grundlage?

Nicht zulässig. Eine Pflicht kann nicht einseitig durch Aushänge oder Hausordnungen eingeführt werden.

3. Was tun, wenn die Reinigung unregelmäßig erfolgt?

Ein professioneller Reinigungsdienst sorgt für verlässliche Standards und Rechtssicherheit– für alle Beteiligten.

📌Tipp: In Eigentümergemeinschaften ist der Einsatz eines Dienstleisters oft günstiger und konfliktfreier als eine Umlage auf Mieter:innen.

Wann lohnt sich ein professioneller Reinigungsdienst?

Gerade in größeren Wohnanlagen oder Mehrfamilienhäusern ist es auf Dauer sinnvoller, eine Gebäudereinigungsfirma zu beauftragen.

Vorteile:

  • Rechtssicherheit bei der Reinigungspflicht
  • Gleichbleibende Reinigungsqualität
  • Weniger Nachbarschaftsstreit
  • Klare Nachweise durch Reinigungsprotokolle

🧽Checkliste: Wann sollten Sie eine Reinigungsfirma beauftragen?

✅ Mehr als 3 Mietparteien im Haus

✅ Unterschiedliche Nutzungsintensität der Etagen

✅ Beschwerden über Sauberkeit häufen sich

✅ Keine einheitliche Regelung im Mietvertrag

✅ Wunsch nach rechtlicher Absicherung

Wer zahlt die Treppenhausreinigung?

Beauftragt die Vermieterin oder der Vermieter eine Firma, zählt das zu den Betriebskosten nach § 2 Nr. 9 der Betriebskostenverordnung und darf auf die Mieter:innen umgelegt werden. Voraussetzung ist eine Vereinbarung im Mietvertrag, dass Betriebskosten überhaupt getragen werden. Fehlt diese Vereinbarung, bleibt die Rechnung beim Eigentümer.

Umlageschlüssel

Üblich ist die Verteilung nach Wohnfläche, weil die Betriebskostenverordnung sie als Standard vorsieht. Nennt der Mietvertrag einen anderen Schlüssel, etwa nach Personenzahl oder nach Wohneinheiten, gilt dieser. Eine Umlage pro Etage kommt vor, lässt sich aber schwer begründen und führt regelmäßig zu Rückfragen.

Nachträglich auf Mieter umlegen

Wird die Reinigung erst im laufenden Mietverhältnis an eine Firma vergeben, funktioniert die Umlage nur, wenn der Mietvertrag die Position Gebäudereinigung bereits als umlagefähige Betriebskosten führt. Andernfalls braucht es eine Vertragsänderung, der beide Seiten zustimmen.

Hausordnung, Aushang oder Mietvertrag, was zählt

Die Rangfolge ist eindeutig. Verbindlich ist, was im Mietvertrag steht. Eine Hausordnung wirkt nur dann verpflichtend, wenn der Mietvertrag sie ausdrücklich einbezieht. Ein Aushang im Hausflur schafft für sich genommen keine Reinigungspflicht, er kann eine bestehende Regelung aber sichtbar machen und den Turnus organisieren.

Was ein Reinigungsplan für das Treppenhaus regeln sollte

Ein Plan im Hausflur beugt Streit vor, unabhängig davon, wer am Ende putzt. Diese Punkte gehören hinein.

  • Turnus je Bereich, also Treppenläufe, Podeste, Geländer, Fenster im Treppenhaus sowie Keller- und Dachbodenzugänge
  • Zuständigkeit je Woche oder je Partei, mit einer Spalte zum Abzeichnen
  • Ruhezeiten, in denen nicht gereinigt wird, in der Regel von 22 bis 6 Uhr und sonntags
  • Vertretung bei Urlaub oder Krankheit
  • Wer Verbrauchsmaterial und Geräte stellt

Sobald mehrere Objekte betroffen sind, wird die Organisation aufwendiger als die Reinigung selbst. Für Bestände mit mehreren Häusern bündeln wir das in der Reinigung für Hausverwaltungen, mit einem Ansprechpartner und dokumentierten Terminen.

Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung. Geht es um die Auslegung einer konkreten Klausel, hilft der örtliche Mieterverein oder eine Anwältin beziehungsweise ein Anwalt für Mietrecht weiter.

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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wer ist gesetzlich zur Treppenhausreinigung verpflichtet?

Grundsätzlich liegt die Verantwortung bei der Vermieterin bzw. dem Vermieter. Allerdings kann diese Pflicht im Mietvertrag ausdrücklich auf die Mieter:innen übertragen werden. Ohne vertragliche Regelung bleibt die Reinigung Pflicht des:der Vermieter:in.
Nein. Eine Hausordnung oder ein Aushang im Treppenhaus reicht rechtlich nicht aus, um Mieter:innen zur Reinigung zu verpflichten. Nur eine klare und schriftliche Vereinbarung im Mietvertrag ist wirksam.
Wenn im Mietvertrag eindeutig festgelegt ist, dass die Mieter:innen für die Treppenhausreinigung zuständig sind, können Vermieter:innen bei Nichteinhaltung eine Reinigungsfirma beauftragen. Die entstehenden Kosten dürfen dann anteilig auf die betroffenen Mieter:innen umgelegt werden. Fehlt jedoch die vertragliche Grundlage, trägt der:die Vermieter:in die Kosten selbst.
Ja, häufig wird ein Reinigungsplan erstellt, in dem die Mietparteien abwechselnd zuständig sind. Allerdings ist ein solcher Plan nur verbindlich, wenn er Bestandteil des Mietvertrags ist. Ist das nicht der Fall, hat er eher organisatorischen Charakter – rechtlich durchsetzbar ist er nicht.
Sobald es regelmäßig zu Streit über die Zuständigkeit kommt oder mehrere Mietparteien unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit haben, schafft ein externer Reinigungsdienst Rechtssicherheit und sorgt für gleichbleibend hohe Qualität. Gerade in größeren Häusern oder Eigentümergemeinschaften ist das eine nachhaltige Lösung.

Klarheit schafft Vertrauen

Die Treppenhausreinigung ist gesetzlich Aufgabe des:der Vermieter:in – es sei denn, der Mietvertrag regelt etwas anderes. Um Streitigkeiten zu vermeiden, lohnt sich eine transparente und einheitliche Lösung. Wer auf Nummer sicher gehen will, entscheidet sich für einen Reinigungsdienst in Karlsruhe wie Cleanaro – professionell, zuverlässig und rechtlich sauber.

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Okhan Arabaci, Geschäftsführer von Cleanaro Facility Services, im Telefonat

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